Microsoft hat im April 2026 die diesjährige Ausgabe des „New Future of Work“-Reports veröffentlicht. Die Kernaussage: Generative KI verändert Arbeit schneller und tiefgreifender als die Technologien davor, aber anders, als es heutzutage oft diskutiert wird.
Kurz zusammengefasst: KI beschleunigt nicht nur bestehende Abläufe und wird selbst Teil davon: Sie schreibt mit, entscheidet mit, kollaboriert mit. Befragte Enterprise-Anwender berichten von 40 bis 60 Minuten Zeitersparnis pro Tag, gleichzeitig sagen 40 Prozent der US-Beschäftigten, sie hätten im letzten Monat „workslop“ erhalten, also KI-generierte Inhalte, die zwar professionell aussehen, aber inhaltlich nicht stimmen.
Der gesamtwirtschaftliche Effekt bisher ist gering: keine eindeutigen Auswirkungen auf Arbeitslosigkeit, geleistete Arbeitsstunden oder offene Stellen. Wir meinen, der Blick muss in die einzelnen Branchen, Regionen und Rollen erfolgen, um aussagekräftige Schlussfolgerungen als Entscheidungsgrundlage zu legitimieren. Was sich klar verändert, ist die Rolle des Menschen: weg vom Selbermachen, hin zum Bewerten, Anleiten und Verbessern dessen, was die KI produziert. Microsoft Research betont in der Schlussfolgerung:
Menschliche Expertise wird nicht weniger wichtig.